
Selbsthilfegruppe für Suchtabhängige, Suchtgefährdete sowie deren Angehörige und Freunde zieht mit ein in das "Haus der Familie" in Katzenelnbogen - Abhängigkeitserkrankungen sind Krankheiten, unter denen die ganze Familie leidet. In Deutschland leben 2,6 Millionen Kinder in Familien, in denen mindestens ein Familienmitglied süchtig ist. Gerade deshalb ist es notwendig, in dem neuen „Haus der Familie“ in Katzenelnbogen eine entsprechende Anlaufstelle der ehrenamtlichen Suchtselbsthilfe zu haben – sei als Betroffener, Partner, Freund, Kind oder Eltern eines Suchtkranken. Ist ein Familienmitglied suchtmittelabhängig (Alkohol, Medikamente, Drogen etc.) oder auch abhängig von einer nicht-stoffgebundenen Sucht (Spiel-, Internet- und Onlinesucht etc.), leidet die ganze Familie mit. Was wird nicht alles getan, um den Suchtkonsumkonsum des Abhängigen unter Kontrolle zu bringen? Dabei werden die verschiedensten Methoden angewandt - wegschütten oder verstecken der Suchtmittel, suchen nach den heimlichen Vorräten, mitkonsumieren, bitten, versprechen, fordern, schimpfen, drohen, beschuldigen. Die Versuche der Familie die Suchterkrankung eines Familienmitgliedes in den Griff zu bekommen, bestimmen immer mehr das gesamte Denken, Fühlen und Handeln der Familie. Es werden immer neue Versuche unternommen, immer neue Hoffnungen geweckt und gleichzeitig immer neue Enttäuschungen erlebt. Die Suchterkrankung des Betroffenen wird zum Mittelpunkt der Familie. Die Gefühle der Familienmitglieder sind denen des Abhängigen sehr ähnlich, auch sie fühlen sich hilflos, schuldig und frustriert. Die Suchtselbsthilfegruppe wird sich regelmäßig mittwochs von 20 bis 22 Uhr im „Haus der Familie“ (ehemaliges Gebäude der Realschule neben der Stadthalle) in Katzenelnbogen, Am Römerberg 12 treffen. Das Angebot wird rein ehrenamtlich geleitet, ist selbstverständlich kostenlos und die Vertraulichkeit bleibt absolut gewahrt.
|